Diese Seite drucken

Verkehrssicherheit an der Kreuzung, nähe Tennispätze, in der Hessenstraße

Bereits im vergangenen FWG-Info hatten wir die Problematik an der Kreuzung Hessenstraße/ Am Steinsberg/ Weidenhäuser Straße thematisiert. Hier kreuzen Schüler, Kindergartenkinder, Senioren mit Gehhilfen, Reiter mit Pferden, Jogger, Radfahrer, Mütter mit Kindern, Tennisspieler und Sportschützen die Straße. Die Neubaugebiete Birkenweg I und II sowie Nikolaus Erlen links und rechts der Hessenstraße sind inzwischen voll ausgebaut. Damit ist ein Kreuzungsverkehr entstanden, der erheblich den Verkehr an der Kreuzung Hessenstraße/ Buchenweg übertrifft, die immerhin durch eine Fußgängerampel gesichert ist, zumal hinter dem Ortseingangsschild Tempo 50 gilt.

Inzwischen hat sich die Situation an der Kreuzung Hessenstraße /Am Steinsberg erneut verschlechtert. Das Tempo 50-Schild ist entfernt, Tempo 70 wird vorgegeben. Die zuständige Kreisordnungsbehörde beruft sich auf gute Sicht und den geraden Verlauf der Straße. Eine nennenswerte Unfallhäufigkeit sei nicht festzustellen, die Schulkinder seien verpflichtet, den offiziellen Schulweg (Buchenweg) zu nehmen. Nach dieser Einschätzung darf man erwarten, dass demnächst jegliche Geschwindigkeitsbegrenzung entfällt. Dann dürfen die Anlieger wieder den berauschenden Sound der hoch beschleunigenden Motorräder erleben. Die kreuzenden Reiter werden schaudernd erinnert an den Unfall, der sich vor einigen Jahren auf der nahen Straßenkuppe ereignet hat.

Das Tauziehen zwischen der Gemeinde Hüttenberg und der Aufsichtsbehörde um die Kreuzungssicherung ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Die andere betrifft die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen der Betreiberfirma der Blitzer und der Gemeindeverwaltung. Hier geht es um die Rentabilität der seit Anfang Mai in Betrieb befindlichen Kamerasäulen. Offenbar ist der Betreiberfirma der Ertrag zu gering, sodass Schadenersatzforderungen erhoben werden und man an den Abbau der Kamerasäulen denkt.

Aus Sicht der betroffenen Bürger erachten die Freien Wähler es für richtig, wenn das Ortsschild auf die Höhe der Einmündung „Am Steinsberg“ zurückversetzt wird und damit ein seit 20 Jahren bestehender Zustand wieder hergestellt wird. Dies rechtfertigt sich auch dadurch, dass das Verkehrsaufkommen durch die inzwischen abgeschlossene Bebauung des Neubaugebietes „Birkenweg II“ wiederum größer geworden ist. Das gerne gebrauchte Gegenargument, die vorhandene Bebauung sei für den Autofahrer nicht ausreichend wahrzunehmen, beseitigt die bestehende Gefährdung nicht. Spontan fiele als hilfreich ein, mit bemalten Leinwänden links und rechts der Straße „potemkinsche Dörfer“ vorzugaukeln. Oder gibt es doch eine andere Möglichkeit, die verkrampften Auseinandersetzungen zu lösen?